Pflegeplan 2017

 

Schnitthöhe

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

Grüns

3,50 mm

    x

     x

     x

       x

    x

     x

     x

Vorgrüns

 10 mm

    x

 

     x

 

    x

nach Bedarf

 

Tees

 10 mm

    x

   

     x  

 

    x

nach Bedarf

 

Fairways

13 mm

    x

 

     x

 

    x

 

 

Rough

35 mm

    x  

     x

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    x

 

 

Bunker

 

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Drill and Fill

Die Maßnahme Drill and Fill ist eine klassische Sanierung für alle „alten“ und „verbrauchten“ Grüns. Dabei werden mit 35cm langen Steinbohrern Löcher mit einem Durchmesser von 19mm in die Oberfläche der Grüns gebohrt und mit getrocknetem Sand (0-2mm) verfüllt.

 

Auch wenn dem ersten Anschein nach der Arbeitsaufwand erheblich ist, so überwiegen die Vorteile deutlich. Plätze wie St. Andrews, Eichenried (Austragungsort der BMW-Open) und andere können dadurch ihren hohen Pflegestandart halten bzw. verbessern.

 

Die Vorteile sind im Detail:

- Statische Belüftung der Rasentragschicht (RTS), so bleibt die Oberfläche eben

- Die Bohrlöcher durchdringen alle bis in die Tiefe reichenden Verdichtungen

- Durch die Belüftung des Übergangsbereichs von Rasentragschicht und Untergrund kann sich dunkel verfärbtes, inaktives organisches Material zu pflanzenverfügbaren Nährstoffen umsetzen

- Sowohl Niederschlags- wie auch Beregnungswasser kann besser in die Oberfläche des Grüns eindringen und während Trockenperioden auch wieder aus tieferen Bodenschichten nach Oben transportiert werden (Kapillarwirkung)

- Die Bohrlöcher werden vollständig mit trockenem Sand verfüllt, wodurch ein Klumpen und Setzen des Sandes verhindert wird (im Gegensatz zu erdfeuchtem Sand)

- Die verfüllten Bohrlöcher (Sandsäulen) dienen als „Stützsäulen“ für die Puttingoberfläche

- Auch bei großem Lochabstand erfolgt über die Wintermonate eine sehr gute Tiefenbelüftung, da Frost durch die Löcher besser in tiefere Bodenschichten eindringen kann

- Die Frostwirkung (Kyroklastik) verbessert den Lockerungs- und somit Belüftungseffekt - Das Wachstum beginnt im Frühjahr ca. ein bis zwei Wochen früher

Drill & Fill VIDEO

TEST

Aerifizieren

 

 

Der Begriff Aerifizieren kommt aus dem Lateinischen und bedeutet im weitesten Sinne „Luft mach“ (aero: Luft, facere: machen). Tatsächlich spricht man vom maschinellen Belüften der Rasenoberfläche. Mit einem Aerifiziergerät ist es möglich zwischen 400 und 800 Löcher/m² bis ca. 10/11cm in den Boden zu stechen und je nach Arbeitswerkzeug Bodenmaterial aus der Oberfläche zu entnehme.

 

Je größer der Durchmesser der Werkzeuge (6-19mm), umso länger ist die Regenerationsdauer des Rasens. Ein kontinuierliches Entnehmen von Boden und das Verfüllen mit neuem Sand ist notwendig, da nur so einem Verfilzen entgegengewirkt werden kann und ein ausreichender Gas-Luftaustausch bestehen bleibt. Filz (abgestorbenes Pflanzenmaterial) speichert Wasser und führt bei Überschuss vermehrt zu Krankheiten, gleichzeitig macht er die Oberfläche weich und stört die Kapillarwirkung des Bodens (Fähigkeit des Wassers im Boden in kleinen Röhrchen von Unten nach oben zu steigen).

 

Neben dem intensiven Aerifizieren im Frühjahr und Herbst ist es auch im Sommer möglich mit sogenannten „Needletines“ 6mm kleine Löcher in die Grüns zu stechen, um den Wurzelbereich ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen.

Topdressing

 

 

Beim Topdressing handelt es sich um ein leichtes Besanden der Oberfläche von Grüns und Vorgrüns. Dabei wird Sand der Körnung 0,1 -0,7mm mit einem Sandstreuer auf die Rasenoberfläche ausgebracht.

 

Bauartbedingt ermöglichen es zwei rotierende Teller nur ca. 0,25 -0,5l Sand pro Quadratmeter auszubringen, sodass der Spieler selbst den Sand nicht oder nur wenig wahrnimmt.

Je nach Wachstum wächst das Topdressingmaterial innerhalb von 8-14 Tagen in den Gräserbestand ein, schafft so eine gute puttbare Oberfläche und fördert gleichzeitig durch „Belüften“ der Oberfläche den Abbau von Rasenfilz (abgestorbenes Pflanzenmaterial).

 

Die Grüns werden ebenflächiger, schneller und „treuer“. Bei regelmäßigem Einsatz während den Sommermonaten werden die Wachstumsbedingungen der Gräser verbessert und die Krankheitsanfälligkeit minimiert.