Neues Handicapsystem mit Startschwierigkeiten

Der Deutsche Golf Verband informiert über gewisse Startschwierigkeiten bei der Umstellung der Handicap-Verwaltung in Zusammenhang mit der Einführung der neuen Handicap-Regeln (WHS) wie folgt:

Es ist ein herausforderndes Projekt für alle Beteiligten. Zu Beginn, also zum Zeitpunkt der Konvertierung der Handicaps Ende November 2020, haben wir entsprechend der von der World Handicap Authority (WHA) lizenzierten Systematik des WHS über 22 Millionen Stammblatteinträge von ca. 590.000 Golfspielerinnen und Golfspielern in Deutschland neu gerechnet. Damit wurden die allermeisten Handicaps von vornherein systemkonform erfasst.

Vom Zeitpunkt dieser Konvertierung bis heute sind wir alle aber dennoch, ungewollt, Beteiligte eines herausfordernden Umstellungsprozesses betreffend „die fehlende Prozente“; und so wäre es Ende 2020 besser gewesen, hätten wir in der Kommunikation weniger deutlich einen Umstellungszeitpunkt (22. November) herausgestellt, sondern von Beginn an auf einen zu erwartenden Umstellungsprozess hingewiesen.

Wir sind zwischenzeitlich entscheidend vorangekommen. Nachdem wir in einer längeren Phase aufgrund verschiedener ineinandergreifender Mechaniken einen Anfragestau aus Ihren Reihen nicht zügig auflösen konnten, arbeiten wir seit einiger Zeit noch offene Themen mit Nachdruck erfolgreich ab. Dazu gehören gerade seit den letzten Wochen nochmals zwei maßgebliche Themenkomplexe:

1. Zum Konvertierungszeitpunkt nicht im DGV-Intranet vorhandene Stammblattdaten: Am vergangenen Wochenende konnten nach tiefgreifenden individuellen Analysen für zusätzlich rund 58.000 betroffene Golfspieler WHS-Handicap-Indices aus DGV-Intranet Backup-Daten errechnet werden. Infolge dessen sollten auch bei Ihnen mitunter „vermisste“ Handicap-Indices nun errechnet worden sein, soweit dies technisch möglich war (z. B. nur, wenn eine letzte Löschung im DGV-Intranet nicht mehr als zwei Jahre zurücklag).

2. Einzelfragen aufgrund Sonderkonstellationen: Zwischenzeitlich können wir nach erfolgter Fertigstellung des nötigen Software-Werkzeuges Einzelfallkonstellationen bzw. Anpassungswünsche durch Handicap-Ausschüsse manuell erfassen. Das hierfür notwendige „Administrations-Interface“ steht uns seit zwei Wochen zur Verfügung. Mit Nachdruck arbeiten wir daran, den Anfragestau abzuarbeiten. Um „weiter Fahrt aufzunehmen“ und Richtung Saisonbeginn Anfragen immer zügiger bearbeiten zu können, haben wir die Ressourcen im Bereich der Golfregularien und diese begleitender IT situativ erweitert.

Handicap-Berechnung zentral im DGV-Intranet

Ihr Verband betreibt seit 2003 das DGV-Intranet. Dieses vernetzt alle Golfanlagen untereinander (z. B. zum Austausch von Spielergebnissen) und mit dem DGV und ist nicht mehr wegzudenken. Die Berechnung der Handicaps im DGV-Intranet ist nun, mit der Einführung des WHS, dazugekommen. Das führt zu einer Phase der Umgewöhnung aller Beteiligten. Ohne Frage ist hiermit aber ein wichtiger und richtiger, Schritt erfolgt. Fast alle europäischen Nationalverbände arbeiten mit einer zentralen Berechnung der Handicap-Indices.

Dabei zeigen sich bedeutsame Vorteile der Handicap-Kalkulation an einem Ort: Auch wenn der Umstellungsprozess mühevoll erscheint, wäre es mehr als fraglich, ob die notwendigen Problemlösungen in einem Prozess gelungen wären, bei dem 730 Golfanlagen mit verschiedenen Clubverwaltungssystemen lokal hätten aktiv werden müssen. Auch künftige Systemanpassungen, von denen ausgegangen werden darf, müssen damit nur einmal zentral umgesetzt werden. Zudem erlaubt die neue HCPI-Berechnungslogik (8 aus 20) systembedingt keine „einfachen manuellen Herauf- oder Herabsetzungen“ eines Handicaps mehr, da ein neues Handicap nicht mehr schrittweise vom letzten Handicap abgeleitet wird. Und nicht zuletzt nutzt der DGV bei der zentralen Berechnung der Handicaps allein die „vorhandenen“ Spielerdaten.

Davon unberührt bleibt natürlich weiterhin die Turnierabwicklung, die Sie mit der von Ihnen eingesetzten (und aktuell upgedateten) Clubverwaltungssoftware erledigen.

Manuelle Handicap-Festsetzungen im Einzelfall

Die neue Handhabung erfordert naturgemäß auch eine Gewöhnung an angepasste administrative Abläufe, wenn z. B. manuelle Anpassungen (Festsetzungen) des HCPI eines Spielers/einer Spielerin erfolgen sollen. Diese erfolgen nun durch den Verband, da es, wie gesagt, nicht mehr mit einem einfachen Herauf- oder Herabsetzungsschritt getan ist und es darüber hinaus nicht sinnvoll administrierbar wäre, allen DGV-angehörigen Golfanlagen unmittelbare Schreibrechte auf einem Zentralserver einzuräumen. Kommen Sie mit der entsprechenden Eintragungsbitte zu gegebener Zeit auf uns zu (anders ist dies natürlich bei manuellen Ergebniseintragungen – z. B. von Auslandsergebnissen –, die weiterhin durch Sie vor Ort erfolgen).

Nutzen Sie dann bis auf Weiteres und immer, wenn Sie künftig auf die Abteilung Golfregularien des Verbandes zugehen möchten, gezielt die Mailadresse regularien@dgv.golf.de.

DGV-Serviceportal als Info-Center

Dreh- und Angelpunkt unserer Information für Sie als vor Ort für den Spielbetrieb Verantwortliche ist das DGV-Serviceportal, sowohl, soweit es Inhalte der neuen Handicap-Regeln, aber vor allem auch aktuelle Antworten auf Fragen, die sich mit der Umsetzung im Spielbetrieb zu Beginn und während der Spielsaison ergeben, betrifft. Wir haben schon bisher immer wieder auf diese „Fundstelle“ für Ihre Informationen verwiesen. Wichtig ist zu beachten, dass Sie erst als registrierter Nutzer auf die ganze Bandbreite der Unterstützungsangebote und Informationen zugreifen können, einschließlich regelmäßig aktualisierter „Häufiger Fragen und Antworten“.

Dort finden Sie auch die HCPI, Handicap History Sheets und Scoring Records Ihrer Mitglieder bzw. Spielberechtigten.

www.golf-dgv.de als Info-Center für Golfer

 Zur Erinnerung: Ihren Golfspielern und Golfspielerinnen steht stets aktuell der eigene HCPI, das eigene Handicap History Sheet und der eigene Scoring Record unter www.golf-dgv.de zur Verfügung. Bitte verweisen Sie Ihre Mitglieder bzw. Spielberechtigten darauf, zumal unter der genannten Adresse auch alle Neuerungen des Systems umfassend textlich, bildlich und filmisch erläutert werden sowie Antworten auf FAQ weiterhelfen. Werben Sie bitte auch um Verständnis dafür, dass dort zunächst eine Registrierung notwendig ist, um die genannten Services zu nutzen: Denn nur mit einer eindeutigen Zuordnung zu einer bestimmten Person können für diese überhaupt individuelle Daten angezeigt werden.

DGV-Ausweis

Die Registrierung Ihrer Golfspielerinnen und Golfspieler erfolgt auf der genannten Webseite mit der Mitgliedsnummer des DGV-Ausweises. Damit sich im aktuellen Umstellungsprozess des WHS auch Spielerinnen und Spieler registrieren können, die von Ihnen bisher noch keinen 2021er-DGV-Ausweis überreicht bekommen haben, ist einmalig in diesem Umstellungsfrühjahr noch die Registrierung mit dem bisherigen 2020er-DGV-Ausweis bis zum 30. April 2021 möglich. Eine solche „Überlappung“ wird es in Zukunft nicht mehr geben, da wir ganz bewusst die jährliche Aktualisierung des digitalen Ausweises immer an die durch Sie (vorab) erfolgte Ausgabe des analogen Ausweises mit der jeweils jährlich aktualisierten Mitgliedsnummer knüpfen. Übrigens: Sollten Mitglieder bei Ihnen einen HCPI-Aufdruck auf ihrem Ausweis zu Recht als fehlerhaft oder fehlend bemängeln (und nicht nur mit einem richtig gerechneten neuen HCPI einfach „unzufrieden“ sein), setzen Sie sich gern mit uns, wenn es sich nicht nur um ganz wenige vereinzelte Fälle handelt, zur Klärung des weiteren Vorgehens in Verbindung.

Weisen Sie Ihr Mitglied doch in diesem Zusammenhang auch noch einmal darauf hin, dass die Registrierung für den digitalen DGV-Ausweis auf www.golf-dgv.de möglich ist und damit im eigenen Smartphone stets ein tagesaktueller HCPI während der Saison zur Verfügung stehen kann. Und zum Schluss: Auch mit Einstieg in die Saison werden nicht alle denkbaren Einzelfälle in der WHS-Umstellung gelöst sein, aber die allermeisten. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Arbeitsorganisation (z. B. weitreichende Homeoffice-Regelungen im Verband und bei Dienstleistern) machen dies nicht einfacher. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihres Verbandes arbeiten jeden Tag, unabhängig davon, mit hohem Engagement daran, dass der Kreis offener Fragen immer kleiner wird.

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